Burnout - Depressionen
Fluch oder SegenAuf der Suche nach meinem LebenDas Buch von Gerhard Huber
Das Gästebuch von Burnout - Depressionen - Fluch oder Segen

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am 01/03/2009 an 14:20
Elke (Traun/OÖ und Feldkirchen/K, Austria)
Punkte : 10/10

Lieber Gerhard!
Wieder einmal bin ich auf deiner HP gelandet.
Wie du weißt, habe ich sofort nach Erscheinen deines Buches es gekauft und gelesen.
Ein Buch, dass es schaffte, drei Menschen (meineTochter, meinen Lebenspartner und mich), meine Familie in Minuten zu faszinieren.
Ein Thema, welches uns täglich begegnet, auch viele betrifft, aber aus Angst vor der Gesellschaft und deren Meinung von VIELEN nicht offen besprochen wird.
Ein Thema, welches mir oft in Seminaren und mit Klienten gegenet.
Mögen viele Menschen dieses Buch lesen und daraus Hilfe bekommen einen guten Weg zu finden wieder gesund und glücklich zu werden.
Ich bin überzeugt: "JEDER HAT ALLES IN SICH, UM GLÜCKLICH ZU SEIN"!
Ich kann dir nur gratulieren und nochmals DANKE sagen, dass es dieses Buch nun gibt!
Ich wünsche dir und den vielen Lesern alles Gute!
Alles Liebe und weiterhin viel Kraft auf deinem Weg

Elke

Einen Text, der mich schon lange begleitet möchte ich noch gerne anfügen:

Wenn du ein Schiff bauen willst,
dann rufe nicht die Menschen zusammen,
um Holz zu sammeln,
Aufgaben zu verteilen und
die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht
nach dem großen, weiten Meer!

Antoine de Saint – Exupery
 
am 17/02/2009 an 10:29
Andreas Franke (Hürtgenwald, Deutschland)
Punkte : 10/10

Nachdem ich "Fluch oder Segen" verschlungen habe, bin ich sehr beeindruckt von der Offenheit über die Thematik Burnout/ Depression und zugleich möchte ich mir die Zeit nehmen viele Gedanken dazu nachwirken zu lassen.

Jedoch zur Thematik Natur viel mir spontan ein Gedicht ein, welches ich mir gut aufgehoben habe; - dieses möchte ich niemandem, der sich mit Gerhard`s Buch und der Thematik beschäftigt vorenthalten:

In der Natur...

von der Sonne lernen, zu wärmen,
von den Wolken lernen, leicht zu schweben,
von dem Wind lernen, Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen, Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen, standhaft zu sein.

von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen.

vom Regen lernen, sich zu verströmen,
von der Erde lernen, mütterlich zu sein,
vom Mond lernen, sich zu verändern,
von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein,

... von den Jahreszeiten lernen,
dass das Leben immer von neuem beginnt.

UTA LATENDORF, aus: Uta Latendorf, So ist mein Leben, Thoma-Verlag
 
am 12/02/2009 an 15:35
Punkte : -/10

Hätte der Burnout/Depressionen verhindert....

....werden können/sollen?

Hallo allerseits

Die Community hier ist ja noch klein, aber schauen wir mal. Mit interessanten Beiträgen, können wir vielleicht die Einen oder Anderen verleiten, hier zu posten. Ich mache mal den Anfang und hoffe, dass die anderen User das Ihrige dazu tun

Ich stelle mich kurz vor. Wie Ihr seht, nenne ich mich Exmoni. Ich war früher mal als Moni unterwegs in einem Chat. Ich konnte dann lange nicht mehr chatten und als ich wieder kam, war mein Nick weg. Also nannte ich mich Exmoni, da mich viele als Moni kannten, war es einfacher, dass man mich wieder erkannte. Daher Ex. Ich bin aus der Schweiz und arbeitete wie Gerhard auf einer Bank. Ich bin sozusagen im selben Spital krank, wie wir hier sagen. Ich kann Gerhard nur zu gut verstehen und weiss, wovon er spricht. Ich war letztes Jahr drei Monate in einer Klinik wegen Burnout und Depressionen. Seit ende Oktober bin ich zu Hause und versuche mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Ich würde mich freuen, wenn wir hier angeregt diskutieren könnten und Ihr auch Eure Erfahrungen, Meinungen und Ideen einbringen würdet.

Seit ich in dieser Krise stecke überlege ich mir, ob ich es hätte abwenden können oder eben sollen. Ich habe mir noch keine abschliessende Meinung dazu gebildet. Ich behaupte von mir, dass ich eine grundpositive Einstellung habe. Von dieser Seite her betrachtet, müsste ich sagen, dass es gut ist, dass ich in so eine Krise gelangt bin. Also wäre die Krise ein Segen. Ich bin irgendwo ja auch dankbar, denn es gibt mir die Möglichkeit, mein Leben auf neue Bahnen zu lenken und Veränderungen, die wohl schon lange fällig waren, herbei zu führen. Auf der anderen Seite ist der Wehrmutstropfen da der mir einmal mehr eine Aufgabe stellt in meinem Leben, für die ich fast keine Kraft mehr habe, sie zu bewältigen. Eigentlich mag ich ja gar nicht mehr kämpfen, ich bin so müde davon. Daher könnte man sagen, dass es ein Fluch ist. Aber trotzallem hält mich mein "Kampfgeist" (zum Glück!) am leben.

In der Klinik habe ich verschiedene Leute gesehen, die nahe daran waren (zwei davon waren nicht nur nahe daran, die haben es in die Tat umgesetzt) sich das Leben zu nehmen. Die ganze Klinik und die Pfleger waren dann natürlich extrem auf "alert". Jeder wurde dann x-mal befragt, ob ein Suizid auch für ihn/sie in Frage käme, um einen erneuten Fall allf. zu verhindern. Es war sehr schwierig für alle Beteiligten. Für mich persönlich war Suizid kein Thema. Es kommt für mich wegen meiner Überzeugung (Glaube?) nicht in Frage. Früher war das sicherlich schon mal ein Thema, wo ich nicht mehr darüber nachgedacht habe ob, sondern nur noch wie. Aber seit ich meine Überzeugung habe, weiss ich/glaube ich, dass mich das keinen Meter nach vorne bringt.

Zurück zu meiner Frage, ob man es hätte abwenden können und/oder sollen. Es ist ja so, dass man da in dieser Rad dreht und versucht, sich manchmal selbst zu überholen. Viele Menschen arbeiten wie ich sehr gerne. Daher leisten wir ja GERNE mehr oder halsen uns noch den einen oder anderen Nebenjob auf. Ich kann nicht mal sagen, dass ich das getan habe, wie mir oft unterstellt wurde (vornehmlich von meinen Artgenossinen... ) aus Karrieregeilheit (excuse my french). Nein, ich tat es, weil ich Spass daran hatte, mehr Verantwortung zu übernehmen, etwas sinnvolles zu tun, etwas beizutragen, Freude an der Arbeit usw. usf. ect. Kennen die Meisten. Ich hatte bis dahin nicht das Gefühl, überlastet zu sein, weil ich es mit Freude tat und motiviert war. Sicherlich war es zeitweise sehr schwierig und ein aufgeben war in Griffnähe. Da ich aber eher zu denen gehöre, die ein Wind nicht gleich aus den Schuhen hebt, habe ich auch da weiter gemacht. Es wurde m.E. und im nachhinein erst zur Belastung, wo man nie zufrieden war, mit dem was ich tat. WAS ich tat wurde mit keinem Wort gewürdigt oder gelobt. Es wurde zur Selbstverständlichkeit. Dass ich meinen "Hauptjob" durch den, nicht unerheblichen, Nebenjob vernachlässigte, war klar, da auch ich keine Löcher in den Händen habe und gleichzeitig nicht auf versch. Hochzeiten tanzen kann. Als mir aber der Nebenjob angeboten wurde, war das keiiiiiiiiiiiiin Problem. Man war nur erstmal froh, dass überhaupt sich jemand um diesen Nebenjob kümmert. Als es dann lief, lieferte man mir die Rechnung, und die war nicht zu knapp. Tja, da begriff ich erst, was ich eigentlich die ganze Zeit machte. Ich übersah und überhörte jegliche Zeichen, u.A. Tinitus, Niedergeschlagenheit, ständige Müdigkeit, Freudlosigkeit ect.

Ich machte mir zu der Zeit noch keine Gedanken darüber, was jetzt da genau los ist. Es musste erst noch der Hammer kommen, der mir dann völlig den Boden unter den Füssen weggezogen hat. Von da an war der Ofen aus. Aber selbst da war es noch ein rechter Weg, bis ich akzeptieren konnte, dass ich krank bin. Denn wir können kein Gipsbein vorweisen, wir tragen nicht den Kopf unter dem Arm. Da ist es (auch) für aussenstehende schwer, die ja oftmals überfordert sind wenn man sie mit dieser Krankheit konfrontiert, einem zuzugestehen, dass eine Krankheit da ist. Ich habe auch heute noch manchmal Mühe damit, da meine Erwartungen an mich noch immer sehr hoch sind.

So, wie habt Ihr das erlebt? Meint Ihr, dass Ihr es hätten merken und/oder abwenden sollen/müssen? Wie erging es Euch? Was habt Ihr daraus gemacht?

Ich freu mich auf Eure Antworten.

sonnige Grüsse

Exmoni
 
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